(Über die) Kritik am Master Key System
Als ich gerade meine Webseitenstatistiken betrachtete, fiel mir auf, dass jemand nach “Master Key System Kritik” gesucht hatte und auf diese Seite stieß. Das ist natürlich in etwa so, als würdest du nach “Genmanipulierte Nahrungsmittel Monsanto” suchen und mit “Bio-organische und vegane Gerichte selbstgemacht” belohnt werden.
Aber Spaß beiseite… Ich erlaube mir einfach mal, dieses Thema zum Anlass zu nehmen, um etwas Licht ins vermeintliche Dunkel zu bringen. Nachdem ich nach dem Begriff gegoogelt hatte, fand ich auch dieses Link, welches sich zwar etwas Mühe gab, aber auch nicht wirklich qualifiziert war und daher zu völlig falschen Schlüssen kam. Das geht allen so, die sich mit Kritik am Master Key System versuchen, ohne über einen entsprechenden – sprich: qualifizierten – Hintergrund zu verfügen. Den hat man aber erst dann, wenn man sich eingehend mit dem Buch (dem Inhalt!) befasst hat, und dazu sind nur die wenigsten bereit. Da ist es viel einfacher, einfach mal was daher zu schreiben und zu meinen, einen Beitrag zur Aufklärung geleistet zu haben.
Interessanterweise ist das durch die moderne Mediengesellschaft und die Schnelllebigkeit des Internets geradezu vorprogrammiert, aber auch dazu gleich mehr. Da es nun kaum einen besseren gibt als mich, qualifizierte Kritik am Master Key System zu üben, nehme ich mich dieser Aufgabe einfach mal an. Lies weiter…
Alt macht erfinderisch!
Beginnen wir ganz am Anfang: Das Master Key System wurde 1912 geschrieben. Falls du die Zeit nicht unter einem Fels verbracht hast (ja, das sagt man im Englischen so, um jemanden zu beschreiben, an dem die Zeit vorbeigegangen ist), dann hast du fest gestellt, dass wir jetzt 2012 schreiben (na ja, mittlerweile 2013 ), also ein sattes Jahrhundert später. Das sind mal kurz drei Generationen von Menschen. Du kannst dir also vorstellen, dass sich seitdem einiges geändert hat, sowohl bei der Erkenntnis, als auch beim Format und den Übungen. Ist das Alte dadurch ungültig? Nein, ist es nicht.
Das Master Key System erhebt keinen Anspruch darauf, eine Eier legende Wollmilchsau zu sein. Natürlich gibt es Dinge oder Aspekte, die dort keine Beachtung gefunden haben. Haanel hätte die Übungen sicherlich etwas gründlicher erklären können. Er hätte auch das eigentliche System, das sich in ihnen verbirgt, besser hervorheben können, d.h. die roten Fäden, die sich durch eben durch die Übungen, aber auch das gesamte Master Key System ziehen. Auch war er beim Thema “Wachstum” etwas nachlässig, wie auch beim siebten hermetischen Prinzip des Geschlechts – zumindest aus meiner Sicht.
Wahre Kritik oder nur leere Worte?
In dem obigen Link zum Roter Dorn Medienportal wurde folgendes moniert:
Der Textinhalt jedoch wirkt oft verwirrend. Einige Aussagen werden in beinahe sämtlichen Kapiteln wiederholt, was vor allem bei wiederholtem Lesen wirklich nervend wird.
Verwirrend natürlich nur für den, der selbst verwirrt ist und nicht erkennt, was mit dem Inhalt eigentlich gemeint ist. Das kommt natürlich nur dann, wenn man sich eingehend damit befasst; das geschieht nicht durch ein flüchtiges und einmaliges Lesen des Textes. Dass Wiederholung die Mutter allen Erfolges ist, ist dem Kritiker scheinbar auch entgangen. Aber selbst mir, der den Text ja nun wirklich gut kennt, ist das gar nicht aufgefallen, dass der Inhalt in sämtlichen Kapiteln wiederholt wird, so dass es beim wiederholten Lesen nervt. Hmmm… merkwürdig. Es ist selbstredend, dass der Autor besagten Artikels sich nicht die Mühe gemacht hat, diese angeblichen Wiederholungen hervorzuheben. Dadurch hätte er sein Argument untermauern können, versäumte es aber.
Dann schrieb der Kritiker (Alexander Fuchs) noch:
So wird zum Beispiel das Gesetz des Überflusses durch die Visualisierung des gewünschten Gegenstandes aktiviert und das Universum erfüllt jedem Menschen, was er sich eben vorstellt. Solche und noch viele andere Thesen vom gleichen Schlag, lassen manchmal an der Seriosität des Buchs zweifeln.
Ersteres ist absolut richtig, denn Visualisierung formt Dinge aus dem (noch) unsichtbaren Bereich. Natürlich nicht allein die Visualisierung, aber die führt über die Konzentration dazu, dass man prägend auf sein Unterbewusstsein einwirkt. Dieses ist ja bekanntlich der Ort der Manifestation und nicht das Gehirn. Ohne ein Vorstellungsvermögen kommt aber garantiert gar nichts Neues zu einem – soviel steht fest.
Zweites ist aber Stuss, denn nirgends steht, dass einem das Universum jedem Menschen das erfüllt, was er sich eben vorstellt. Aus der eigenen Unwissenheit heraus an der Seriosität eines gesamten Werkes zu zweifeln, das ist allerdings ein hartes Stück.
Das ist es ja immer wieder: Wenn Kritik geübt wird, dann doch bitte qualifiziert und nicht einfach mal was daher schreiben, um überhaupt ein paar Zeilen zu Papier zu bringen. Damit tut man sich selbst keinen Gefallen, noch weniger aber denen, die diese “Kritik” lesen und dadurch eventuell abgehalten werden, sich mit dem Master Key System zu befassen. Aber auch da habe ich keine wirkliche Sorge, denn “das MKS findet seine Leser”, wie ein Rezensent auf Amazon so schön schrieb.
Verbesserung anstatt Kritik
Zurück zum Thema: Natürlich kann das MKS verbessert werden. Aber genau da sehe ich ja auch meine Aufgabe. Daher gibt es u.a. den Ultimativen Master Key, den Studienservice und die Visuellen Master Key, aber auch das Übungsbuch und die Videos. Der Ultimative Master Key sticht da besonders hervor.
Es gibt darüber hinaus auch noch etliche andere Dinge, die im Bereich bewusste Lebensgestaltung wichtig sind. Dazu gehören u.a. Nahrung, Atmung, Bewegung. Diese wurden im Master Key System auch nicht wirklich behandelt. Haanel hat sich das sicherlich auch gar nicht auf die Fahne geschrieben, aber eins ist sicher: wer sich mit dem Master Key System eingehend und eindringlich befasst, hat so viel zu tun, hat so vieles an neuen Informationen aufgenommen – u.a. auch das, was nicht sofort offensichtlich ist – dass es Jahre in Anspruch nimmt, das alles zu verstehen, zu verinnerlichen und im täglichen Leben anzuwenden.
Ja, das ist nun mal so, vor allem, wenn man noch frisch am Start ist. Da fällt einem mit der Zeit erst einmal auf, in welchen Bereichen des Lebens man schludrig mit sich und seinen Gedanken umgegangen ist. Dass sich das nicht über Nacht auflöst, das ist selbstredend. Aber genau diejenigen, die sich von der etwas kopflastigen Ausrichtung des Master Key Systems nicht abschrecken lassen, werden am Ende am reichhaltigsten belohnt. Es stellen sich so viele neue Erkenntnisse ein, dass es schon fast überwältigend ist. Diese führen dann zu neuen Handlungen, und daraus entsteht dann ein neues Leben.
Wissen macht erhaben
Wer wirklich in diese Materie eintaucht, dem sinnt es auch nicht mehr danach, das Master Key System zu kritisieren, weil er sich durch das Studium eben darüber erhoben hat. Was ihm daran nicht gefällt oder fehlt, das holt er sich eben woanders – ist doch kein Problem. Ich gehe doch auch nur für die Brötchen zum Bäcker, aber nicht für die Autoreparatur. Da bedarf es gar nicht der Kritik, weil diese einen ja auch nicht weiterbringt, sondern nur das Finden einer entsprechenden Lösung. Verstehst du? Klar, Kritik soll verändern und verbessern, das tut sie aber nur, wenn wirkliche Verbesserungsvorschläge unterbreitet werden. Etwas zu sagen ist einfach, aber konstruktiv zu sein und somit das Leben voranzubringen und zu verbessern, das ist eine ganz andere Sache.
Der einfache Geist wird Vieles am Master Key System und auch am Autor selbst zu monieren finden. Ja und? Das besagt so viel, wie die “Wilden auf den Kannibalischen Inseln, die auch an etwas glauben. Das aber an sich besagt gar nichts”, um es mal in den Worten Haanels auszudrücken. Es ist doch gerade die Größe, nach der viele Menschen sinnen, die scheinbare Unstimmigkeiten richtig einschätzen und somit ein gesamtes Werk nicht deswegen abqualifiziert würde, nur weil es nicht in allen Belangen perfekt ist.
Der erhabenere Geist wird natürlich auch Dinge finden, die oberflächlicher Natur sind oder gar irgendwo fehlen. Er sieht aber wie erwähnt keinen Sinn in der Kritik, sondern ausschließlich Sinn in der Lösungssuche. Beides hat entsprechende Auswirkungen, d.h. Konsequenzen. Das dürfen wir uns alle in jeder Situation des Tages zu Herzen nehmen, auch wenn es zu Beginn schwerfällt.
Freimaurer- und Rosenkreuzer-Hasser aufgepasst!
Ja, Haanel war Rosenkreuzer und hochrangiger Freimaurer. Wer unter einer Illuminaten-Phobie leidet, der bekommt dabei ja gleich die Krätze.
Das Problem ist natürlich, dass er sich dadurch überaus wichtigen Informationen fernhält, die sein Leben positiv beeinflussen würden. Klappe zu, Affe tot. Das aber erkennen diejenigen nicht, die sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen. Interessant hier: Da hat sich das System einen eigenen Sicherheitsmechanismus geschaffen, der die außen vor lässt, die nicht die Reife haben, in dieses tiefe Wissen einzutreten und entsprechend respektvoll mit ihm umgehen können.
Wem das Master Key System zu trocken oder zu theoretisch erscheint, der hat noch nicht begriffen, dass die Feuchtigkeit (Achtung, GEIL!
) und Praxisbezogenheit eben in den Übungen liegt. Diese verleihen einem ja neue Fähigkeiten. Und gerade die geben einem überhaupt erst die Möglichkeit, das eigene Leben in eine ganz andere Richtung zu lenken als bisher. Warum? Weil die vom zuvor genannten Autor monierte Vorstellungskraft eben dazu führt, dass man sich ganz andere und neue Dinge vor-stellen kann – und auch tut. Das führt dann zu neuen Ideen, und dadurch tut sich der Weg zur Verwirklichung auf.
Nicht für jeden, aber für die Richtigen!
Heute, 2012, würde ich das Master Key System auch anders schreiben. Vielleicht sollte ich das mal tun, denn all das, was mir dazu bisher an Versuchen untergekommen ist, war für mich schlichtweg unterwältigend.
Ich würde wie gesagt noch klarer hervorheben, was es mit der Wahrheit auf sich hat. Ich würde auch die Hermetik gesondert hervorheben, bevor ich dann in die Tiefe gehe und die schöpferischen Vorgänge erkläre.
Vielleicht war es aber auch so, dass Charles Haanel damals eine ganz andere Zielgruppe hatte. Heute ist der Mensch ja so getaktet, dass es alles schnell schnell gehen muss. Da bleibt keine Zeit für Tiefe. Das war damals noch anders. Es gab wohl auch weniger vom Leben gefrustete Menschen, die meinten, dass ihre Jahrzehnte lang erworbene und gehegte Geisteshaltung schwuppsdiwupps verschwindet und ihnen auf einmal gebratene (Veggie-)Tauben in den Mund fliegen.
Klar, das Master Key System ist nicht für jeden da. Manche mögen es eher einfach und flach – vor allem zu Beginn, wenn man noch nicht verstanden hat, was es bedarf, um das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Da freut man sich über Wünsche, die man einfach los lässt. Da ist man happy mit einfachen geistigen Umorientierungen. Da ist man zufrieden, wenn man auf Facebook irgendwelche Zitate posten kann, die irgendjemand mal von sich gegeben hat. All dessen ist sich der erhabene Geist aber überdrüssig, denn er schaut tiefer in die Materie, zieht sich zurück in die Stille, um dort mit Disziplin und Beharrlichkeit zu forschen und somit der Natur – und somit sich selbst – noch die letzten Geheimnisse zu entreißen, wie Charles Haanel es im Master Key System schrieb.
“Das Leben verteilt die schönsten Preise an die Denker” war auch ein Satz von ihm. Davon gibt es im Buch unzählige, und wenn man sich dieser einmal angenommen und mit dem Geist ein wenig darauf verweilt hat, dann erkennt man, was für ein Genie Charles Haanel war und was für ein Wunderwerk er der Nachwelt mit dem Master Key System hinterlassen hat.
Ein wahrer Kritiker des Master Key Systems ist letztendlich nur dann einer, wenn er die Schönheit und Genialität dieses Werkes erkannt hat und sein Leben davon auch bereits in großem Maße beeinflusst wurde. Dieser Kritiker ist aber wie gesagt an Erbaulichem interessiert und nicht lediglich am Herausschleudern eines oberflächlichen Kritikansatzes, der näherer Betrachtung wenig Stand hält.













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Mit großer Freude, ob deiner hochintelligenten und dennoch leicht nachvollziehbaren Beiträgen nähere ich mich mit kleinen Schritten. Das MKS hat mich gefunden. Great!!
… Manche mögen es eher einfach und flach – vor allem zu Beginn, wenn man noch nicht verstanden hat, was es bedarf, um das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Da freut man sich über Wünsche, die man einfach los lässt. Da ist man happy mit einfachen geistigen Umorientierungen. Da ist man zufrieden, wenn man auf Facebook irgendwelche Zitate posten kann, die irgendjemand mal von sich gegeben hat….
Genauso ging es mir, bis ich das MKS kennen lernte. Ich fühlte mich stark und glaubte, endlich die “Lösung” gefunden zu haben.
Jetzt fühle ich mich sehr viel stärker und übe. Ich hielt Meditationen stets für überflüssig, weil ich nicht ruhig sitzen mochte. Schlief meistens ein. Dank MKS visualisiere ich phantastische Bilder…schöpfe Kraft…ich denke “bewusst”. Ich drücke mich harmonisch aus, wie du so schön sagtest
MKS ist kein leichter Weg, dennoch bin ich überzeugt, nein besser, weiß ich, dass es mein Leben verbessert, dass es jedermanns Leben verbessert. Dass ich alle Fäden in der Hand halte-immer gehalten habe…nur jetzt bin ich der Boss und es gibt keine Ausreden mehr..für nichts…
Ich danke dem Universum und dir für deine Hilfe.
Weiter so!!!
GlG
Jo
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Hallo, Herr Rudolph,
zu Ihren Ausführungen im vorstehenden Text will ich nur soviel sagen: es zeugt nicht gerade von einem “hohen” Geist, wenn Ihnen für die Beschreibung von außergewöhnlichen Erlebnissen nur das Wort “gei…..” einfällt – ich nehme dieses Unwort nicht in den Mund und so schreibe ich es hier auch nicht aus!
Des weiteren eine – für mich – ganz entscheidende Frage, die ich am Ende der folgenden Hinweise stelle: ich besitze das Master Key – Buch seit kurzem und mir fällt beim Lesen der Texte auf, daß immer wieder von: Schöpferkraft, Schöpfergeist, kosmischer Intelligenz, geistiger Kraft des Kosmos oder auch: die Schöpfung freut sich, und dergleichen mehr, berichtet wird.
Jetzt meine erste Frage – aus dieser ergeben sich dann weitere Fragestellungen:
Warum wird nirgenwo von dem “Ursprung” gesprochen, also von dem, der das alles initiiert hat, Der, der alles “erschaffen” hat, Gott also!
Es ist doch wohl unzweifelhaft, daß hinter der ” Schöpfung ” der Schöpfer selbst steht: wer sonst sollte denn wohl “erschaffen”?
Und wenn es einen “kosmischen” Geist gibt, dann muß es doch selbstverständlich einen “Ursprung” dieses Geistes, von dem alles durchwoben ist, geben, oder? Wenn ich also denke; und daraus etwas “erschaffe”, dann muß ja zwangsläufig der oder das, wer oder was mich mit dieser Kraft und Fähigkeit ausstattet, voranstehen, oder?
Für mich ist es natürlich klar, daß Gott, der Schöpfer, davor steht, schließlich sind wir ja seine Geschöpfe!
Warum also steht nichts davon in dem Buch? ……………und bitte ersparen Sie mir eine Standardantwort, die ich von den meisten Esoterikern zu hören bekomme, die mit den Worten beginnt: “….für Dich ist es Gott!
Und nun die – vorerst – letzte Frage: kann es nicht sein, daß Herr Haanel genau damit Schwierigkeiten hatte, da er Freimaurer war?
Gern sehe ich Ihrer Antwort entgegen!
Mit freundlichem Gruß,
Andreas
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Hallo Andreas,
vielen lieben Dank für dein Feedback. Erlaube mir ein paar Anmerkungen meinerseits:
es zeugt nicht gerade von einem “hohen” Geist, wenn Ihnen für die Beschreibung von außergewöhnlichen Erlebnissen nur das Wort “gei…..” einfällt – ich nehme dieses Unwort nicht in den Mund und so schreibe ich es hier auch nicht aus!
Was zeugte denn aus deiner Sicht von einem höheren Geist? Ich erlaube mir lediglich, dem Wort “geil” meine eigene Bedeutung zu geben, anstatt
dem Massenbewusstsein (inkl. deinem?) zu erlauben, dieses geniale Wort aufs rein Sexuelle zu beschränken. Das ist in etwa so wie im Englischen das Wort “gay”, das heutzutage nur noch im Zusammenhang mit “schwul” verwandt wird.
Des weiteren eine – für mich – ganz entscheidende Frage, die ich am Ende der folgenden Hinweise stelle: ich besitze das Master Key – Buch seit kurzem
Liest du es nur oder machst du auch die Übungen?
und mir fällt beim Lesen der Texte auf, daß immer wieder von: Schöpferkraft, Schöpfergeist, kosmischer Intelligenz, geistiger Kraft des Kosmos oder auch: die Schöpfung freut sich, und dergleichen mehr, berichtet wird.
Korrekt.
Warum wird nirgenwo von dem “Ursprung” gesprochen, also von dem, der das alles initiiert hat, Der, der alles “erschaffen” hat, Gott also!
Weil es vollkommen gleichgültig ist, ob du das Ding Gott nennst oder Ursuppe oder Aether oder Nullpunktfeld oder Universelles Bewusstsein oder halt kosmische Intelligenz. Nur scheinen religiös getaktete Menschen darauf zu beharren, dass es unbedingt “Gott” und kein anderer Begriff sein kann, ohne dass sich die meisten auch nur ansatzweise so tief mit dem “Wesen” dahinter befasst haben.
Es ist doch wohl unzweifelhaft, daß hinter der ” Schöpfung ” der Schöpfer selbst steht: wer sonst sollte denn wohl “erschaffen”?
Unzweifelhaft ist meines Erachtens nur eines: wer glaubt, weiß nicht, und wer nicht (unter)sucht oder (hinter)fragt, der bekommt auch keine Antworten. Unzweifelhaft ist auch, dass für die meisten Menschen das Konstrukt “Gott” unbegreifbar ist, aber eben nur deswegen, weil sie brav an das glauben, was ihnen von anderen vorgeplappert wurde, anstatt selbständig zu denken. Die Welt sähe besser aus, wenn die Menschen mehr wüssten und weniger glaubten.
Da Geist schöpferisch ist, gibt es eben nicht nur ein einziges “Wesen”, das schöpft, sondern Bewusstsein allgemein schöpft. Du, ich, die Galaxie und auch der Nachbar nebenan, wenn er dir Äpfel klaut. Das Universelle (“Gott”), weil nicht-physich, erfährt sich durch das Individuelle, und dieses wiederum zieht sich Scheibchen von Bewusstsein aus dem Universellen – dem reinen Potenzial. So ergibt es Sinn, und so kann es auch konstruktiv angewandt werden. Vielmehr entmystifiziert es eine ganze Sparte, und es ermächtigt das Individuum, von nun an mehr Schönes und Erhabenes zu erschaffen – und damit auch Gott zu sein.
Und wenn es einen “kosmischen” Geist gibt, dann muß es doch selbstverständlich einen “Ursprung” dieses Geistes, von dem alles durchwoben ist, geben, oder?
Nein, weil jede Ursache eine Wirkung ist, und jede Wirkung eine neue Ursache. Das Problem, das ich bei dir und anderen sehe, ist quasi-lineares Denken, d.h. von einem Punkt zu einem anderen. Der erwachte Mensch ist aber mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo er erkannt hat, dass Dinge sich erst einmal rhythmisch entwickeln und dann weder Anfang noch Ende haben. Alles ist in steter Bewegung, dehnt sich aus oder zieht sich zusammen. Jede Momentaufnahme ist nur das – eine Aufnahme eines Moments. Genau so wenig wie wir linear vom Affen abstammen und uns seitdem linear weiter entwickelt haben, gibt es keinen Ursprung und auch keinen Urknall, sondern ein ständiges Ein- und Ausatmen. Dieses haben wir aber noch nicht lange genug untersucht, um es in letzter Instanz zu verstehen. Aber je mehr wir kritisch beobachten und klassifizieren (nichts anderes beschreibt Haanel im MKS), werden wir “der Natur noch die letzten Geheimnisse entlocken”.
Wenn ich also denke und daraus etwas “erschaffe”, dann muß ja zwangsläufig der oder das, wer oder was mich mit dieser Kraft und Fähigkeit ausstattet, voranstehen, oder?
Einfach und kurzfristig gedacht ja, aber somit halt unvollständig. Dadurch, dass du denkst und etwas erschaffst, setzt du auch wieder neue Impulse und stehst somit anderen voran.
Für mich ist es natürlich klar, daß Gott, der Schöpfer, davor steht, schließlich sind wir ja seine Geschöpfe!
Jemand sagte mal: “Das Wort ist der Name Gottes.” Das Wort ist Schwingung, und Schwingung ist der Vorreiter der Materie, und somit er wahrnehmbaren Welt. Vor dir steht übrigens nicht primär Gott, sondern deine Eltern. Und vor ihnen andere. Und selbst nachdem du geboren wurdest, standen vor dir die Kirche, der Kindergarten und die Schule.
Du siehst, es ist alles ein wenig umfangreicher als zumeist angenommen.
Warum also steht nichts davon in dem Buch? ……………und bitte ersparen Sie mir eine Standardantwort, die ich von den meisten Esoterikern zu hören bekomme, die mit den Worten beginnt: “….für Dich ist es Gott!
Na, wir wollen uns doch nicht im Ton vergreifen, oder? Die Antwort auf deine Frage findest du in Kapitel 20, gleich im Vorwort. Dazu möchte ich aber anmerken, dass es im MKS eben genau darum geht, d.h. zu erkennen, dass der Mensch durch seine Fähigkeit, zu denken, mit Schöpferkraft ausgestattet ist. Er mag beim Erschaffen von Galaxien etwas schlecht aussehen, aber dafür sieht das, was Galaxien erschafft, beim Erschaffen von Handys eher alt aus. Das “Problem”, das Menschen “wie du” haben, ist, dass sie meinen, es gibt irgendjemanden, der am Anfang steht, während der Mensch einfach nur “ein armer Wurm” ist und vom lieben Gott etwas zugeteilt bekommt. Wenn das so wäre, dann hat er von ihm eben die Fähigkeit, zu denken, erhalten, und ist somit mit ähnlicher – nur im Grad verschiedener – Schöpferkraft ausgestattet. Durch kritische Beobachtung, wertfreie Klassifizierung und dem anschließenden Formulieren von Gesetzmäßigkeiten, ist er in der Lage, den primitiven Ebenen des Lebens zu entkommen und es auf höheren Ebenen zu leben. Dass es dabei hilft, sich harmonisch auszudrücken, d.h. konstruktiv zu sein, ist selbstredend. Das aber haben die, die bisher das “Monopol” auf Gott für sich beanspruchten, in ihrer Geschichte sehr oft außer acht gelassen, wenn nicht gar mit Füssen getreten. Siehe das Geschöpf “Frau” – mal ganz abgesehen von den Schwulen.
Und nun die – vorerst – letzte Frage: kann es nicht sein, daß Herr Haanel genau damit Schwierigkeiten hatte, da er Freimaurer war?
Haanel war nicht nur Freimaurer, sondern auch Christ (im Sinne von erleuchtet). Nur ging ihm die organisierte Religion (im Sinne von Theologie, d.h. Gotteslehre) auf den Sender, denn wie er passend anmerkte, lehrte diese einen unmöglichen Schöpfer.
Haanel war wie viele andere zu seiner Zeit auch dem erniedrigenden Dogma der Kirche entkommen und beschrieb wie kaum ein anderer in klaren und verständlichen Worten, dass wir alle Schöpferkraft in uns haben und diese auf eine bestimmte Weise (siehe Übungen) auch bewusst zum Ausdruck bringen können. Er wollte sagen, dass wir uns nicht mit den geistigen Krümeln abgeben müssen, was uns von der Kirche auch heute noch vorgeworfen werden, sondern wir können selbst in Kontakt mit der Allmacht kommen, wenn wir in die Stille gehen. Das kann sogar in einer Kirche sein, nur mit dem feinen Unterschied, dass wir selbst schöpfen und somit eine neue Verursachungskette ins Leben rufen.
Alles in allem hat Haanel im MKS nichts geschrieben, was nicht auch in der Bibel oder anderen heiligen Schriften steht. Er zitiert ja ausgiebig aus der Bibel, was ich in der 2012 Neuausgabe ja auch vollständig angemerkt habe.
Ergo: Haanel hatte keine Schwierigkeiten. Die haben meines Erachtens nur die, deren Horizont noch nicht den eines Charles Haanel erreicht haben, aber auch das ist ok, denn es kann sich durch die individuelle Schöpferkraft ja jederzeit ändern.
Gern sehe ich Ihrer Antwort entgegen!
Da war sie.
LG,
Helmar
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Unser Leben ist ein so großes Wunder das wir uns nicht an den Buchstaben anderer Menschen festhalten müssen um es vollkommener zu machen.
Das ist keine Kritik an irgend jemand,es ist eine Überzeugung.
Es ist schön eine Freiheit zu erlangen die nicht an numerierte Buchstaben gebunden ist,man wächst durch das Wunder der Schöpfung von selbst über alles hinaus an dem man glaubt sich festhalten zu müssen.
Das war jetzt sicher einfach und flach,sollte es auch sein.