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Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen
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Autor
Thema: Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen (Gelesen 401 mal)
Liberty
MKS Student
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Beiträge: 135
Ich kann sein, was ich sein will.
Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen
«
am:
Juli 29, 2010, 23:11 »
Hallo!
Habe mittels Visualisierung eine zunächst vielversprechende Führungsposition "manifestiert", mit deutlich höherem Verdienst. Ansonste hat sich die Situation zunehmend verschlechtert, so dass ich momentan tagtäglich wegen unbesetzten Stellen die Arbeit von mindestens 2,5 Stellen erledigen muß. Vieles davon ist nicht planbar, und auch die Routine muß sehr zeitnah erledigt werden.
Ich "arbeite" inzwischen in der Visualisierung in in meiner idealen neuen Tätigkeit, sehe die Einrichtung, die Tätigkeit etc.. Ich weiß, was mir wichtig ist (planbares Arbeiten, Freiräume, Einkommen, bestimmte Tätigkeiten). Außerhalb der Arbeitszeit arbeite ich an meinem Ideal sowohl durch Visualisierung als auch durch konkrete Schritte.
Aber nun muß ich mich momentan doch täglich den Auswirkungen stellen, d. h. dem extremen Arbeitspensum sowie dem Frust des überlasteten Teams. Natürlich muß ich Prioritäten setzen, und es bleibt vieles liegen. Aber wenn ich noch mehr Überstunden mache (habe im Juli zusätzlich noch an 2 Wochenenden gearbeitet), fehlt mir die Kraft und Zeit, um mich um meine berufliche Zukunft zu kümmern.
Ich habe das Gefühl, ich muß Leuten immer vieles abschlagen, mußte mir heute heftige (und haltlose!) Vorwürfe anhören, mir wäre alles egal (obwohl das in diesem Team bei genauer Nachfrage meine Vorgänger auch nicht besser gewesen seien...).
Im Grunde bin ich im Mangelbewußtsein, da ich bei der Arbeit Abstriche machen muß, um mich vor völliger Überlastung zu schützen. Ich nutze Ho'oponopono bei Konflikten, aber es hat bisher nur zeitweilig geholfen. Ich habe auch schon Harmonie, Ruhe und beste Arbeitsqualität im jetzigen Job in mein Ideal integriert (wohl wissend, dass das längst nicht alles von mir abhängt). Trotzdem bleibt die Abwägung zwischen den Anliegen von Kunden und Team einerseits und meiner eben - zum Selbstschutz - eingeschränkten Bereitschaft, zweieinhalb Leute dauerhaft zu ersetzen, dazu das schlechte Gewissen, weil man so nicht vernünftig arbeiten kann, aber andererseits auch der Druck von außen, und der Frust des Umfelds.
Wie ignoriert man Auswirkungen, auf die man täglich reagieren muß? Ich kann ja noch nicht kündigen. Ich habe inzwischen die Sorge, dass ich nur ein neues Chaos erschaffe, wenn ich mich von den Auswirkungen nicht lösen kann. Was tun? Vielleicht Handeln ohne emotionale Reaktion? Gegenvorschläge (Ich bin...) nutze ich schon. Oder wo liegt mein Denkfehler?
Bin für alle Anregungen dankbar.
Liebe Grüße,
Heike
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Bettina
MKS Student
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Beiträge: 297
Re: Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen
«
Antwort #1 am:
Juli 30, 2010, 11:26 »
Liebe Liberty,
das ist mir zu schnell. Ich gehöre zur gemütlichen Sorte.
Alte Ursache erkennen und beseitigen indem ich neue Ursachen setze – dann ignorieren der „alten“ Auswirkungen.
Hast Du die alten Ursachen erkannt? Warum arbeitest Du für 2,5 Personen? Warum arbeitest Du an zwei Samstagen im Monat?
Wegen der wirtschaftlichen Lage? Weil Du besser/perfekter/effizienter bist als alle anderen? Weil Du gebraucht wirst? Weil Du nichts besseres mit Deiner Zeit anzufangen weißt? Weil Du beweisen willst/musst, dass Du nützlich/wertvoll bist?
Warum gibt es Vorwürfe an Dich? Warum wirst Du als Mensch und Mitarbeiterin nicht gewertschätzt?
Bist Du auch dann wertvoll, wenn Du faul auf dem Sofa sitzt?
...frei spekuliert, ich kenne Dich nicht, aber Du wirst Deine eigenen Ursachen/Ideen finden.
Ein paar Gedanken von mir.
Herzliche Grüße
Bettina
Gespeichert
"Wachstum wird erreicht durch einen Austausch des Alten mit dem Neuen, des Guten mit dem Besseren..." Charles Haanel
Klavierspielerin
MKS Student
Offline
Geschlecht:
Beiträge: 179
Ich kann sein, was ich will.
Re: Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen
«
Antwort #2 am:
Juli 30, 2010, 14:31 »
Liebe Heike,
ich würde die Auswirkungen auch nicht ignorieren, sondern versuchen dankbar zu sein, was sie Dich lehren! Am Ende sind nicht die Umstände an sich das Problem, sondern, was man aus ihnen macht, wie man damit umgeht.
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!
Gespeichert
"Du musst Dein ganzes Denken unendlich erweitern, dann kannst Du die Prinzessin, die nie lacht erheitern." N. Hagen aus " Was es ist"
Liberty
MKS Student
Offline
Geschlecht:
Beiträge: 135
Ich kann sein, was ich sein will.
Re: Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen
«
Antwort #3 am:
Juli 30, 2010, 20:00 »
Hallo!
Vielen Danke für Eure Antworten.
Ich habe die alten Ursachen schon zumindest teilweise erkannt: mangelndes Selbstbewußtsein, das mein Chef und andere nutzen, um mir die Schuld an allem Möglichen zu geben. Außerdem das schlichte Kalkül, dass eine Führungskraft nicht so schnell wieder eine adäquate Stelle findet wie die Angestellten, die bei Einsatz in dem Bereich, wo Leute fehlen, mit Kündigung drohen.
Ich habe wohl versäumt, neben Position und Einkommen auch noch andere Tätigkeitsmerkmale zu erschaffen, z. B. was die Arbeitsbedingungen betrifft. Das ist in dem neuen Ideal jetzt anders.
Ich habe bisher auch noch nicht wirklich klare Vorstellungen von meiner idealen Beschäftigung gehabt. Es ging meist eher um Absicherung. Heute frage ich mich, ob mein Drang nach selbstbestimmtem Arbeiten wirklich mit einer Angestelltenposition vereinbar ist. Mir fehlte wohl immer das Vertrauen.
Vielen Dank für Eure Anregungen. Die Situation sagt mir wirklich viel über meine inneren Ursachen.
Liebe Grüße,
Heike
«
Letzte Änderung: Juli 30, 2010, 21:30 von Liberty
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Ranchin
MKS Student
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Beiträge: 119
alles ist erleuchtet
Re: Hilfreiche Tipps zum Ignorieren von Auswirkungen
«
Antwort #4 am:
Juli 30, 2010, 21:17 »
Du musst nicht Auswirkungen ignorieren, sondern neue Ursachen setzen!
(Sorry Chef, war nur ein Einzeiler, aber mehr gibt's da für mich nicht zu schreiben)
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