Kritik am Master Key System

Als ich gerade meine Webseitenstatistiken betrachtete, fiel mir auf, dass jemand nach “Master Key System Kritik” gesucht hatte und auf diese Seite stieß. Das ist natürlich in etwa so, als würdest du nach “Genmanipulierte Nahrungsmittel Monsanto” suchen und mit “Bio-organische und vegane Gerichte selbstgemacht” belohnt werden. 😉

Aber Spaß beiseite… Ich erlaube mir einfach mal, diese Gelegenheit zum Anlass zu nehmen und etwas Licht ins vermeintliche Dunkel schaufeln. Nachdem ich nach dem Begriff gegoogelt hatte, fand ich auch dieses Link, welches sich zwar etwas Mühe gab, aber auch nicht wirklich qualifiziert war und daher zu völlig falschen Schlüssen kam. Das geht allen so, die sich mit Kritik am Master Key System versuchen, ohne über einen entsprechenden – sprich: qualifizierten – Hintergrund zu verfügen. Den hat man aber erst dann, wenn man sich eingehend mit dem Buch – d.h. dem Inhalt! – wirklich befasst hat. Nur sind dazu nur die wenigsten bereit. Und wenn das tatsächlich stattgefunden hätte, gäbe es auch keine Kritik mehr. Da ist es natürlich viel einfacher, etwas pauschal daher zu schreiben und zu meinen, einen Beitrag zur Aufklärung geleistet zu haben.

Interessanterweise ist das durch die moderne Mediengesellschaft und die Schnelllebigkeit des Internets geradezu vorprogrammiert, aber auch dazu gleich mehr. Da es nun kaum einen besseren gibt als mich, qualifizierte Kritik am Master Key System zu üben, nehme ich mich dieser Aufgabe einfach mal an. Lies weiter…

Alt macht erfinderisch!

Beginnen wir ganz am Anfang: Das Master Key System wurde 1912 geschrieben. Falls du die Zeit nicht unter einem Fels verbracht hast (ja, das sagt man im Englischen so, um jemanden zu beschreiben, an dem die Zeit vorbeigegangen ist), dann hast du fest gestellt, dass wir jetzt 2012 schreiben (na ja, mittlerweile 2013 ), also ein sattes Jahrhundert später. Das sind mal kurz drei Generationen von Menschen. Du kannst dir also vorstellen, dass sich seitdem einiges geändert hat, sowohl bei der Erkenntnis als auch beim Format und den Übungen. Ist das Alte dadurch ungültig? Nein, ist es nicht.

Das Master Key System erhebt keinen Anspruch darauf, eine Eier legende Wollmilchsau zu sein. Natürlich gibt es Dinge oder Aspekte, die dort keine Beachtung gefunden haben. Haanel hätte die Übungen sicherlich etwas gründlicher erklären können. Er hätte auch das eigentliche System, das sich in ihnen verbirgt, besser hervorheben können, d.h. die roten Fäden, die sich durch eben durch die Übungen, aber auch das gesamte Master Key System ziehen. Auch war er beim Thema “Wachstum” etwas nachlässig, wie auch beim siebten hermetischen Prinzip des Geschlechts – zumindest aus meiner Sicht.

Wahre Kritik oder nur leere Worte?

In dem obigen Link zum Roter Dorn Medienportal wurde folgendes moniert:

Der Textinhalt jedoch wirkt oft verwirrend. Einige Aussagen werden in beinahe sämtlichen Kapiteln wiederholt, was vor allem bei wiederholtem Lesen wirklich nervend wird.

Verwirrend natürlich nur für den, der selbst verwirrt ist und nicht erkennt, was mit dem Inhalt eigentlich gemeint ist. Das kommt natürlich nur dann, wenn man sich eingehend damit befasst; das geschieht nicht durch ein flüchtiges und einmaliges Lesen des Textes. Dass Wiederholung die Mutter allen Erfolges ist, ist dem Kritiker scheinbar auch entgangen. Aber selbst mir, der den Text ja nun wirklich gut kennt, ist das gar nicht aufgefallen, dass der Inhalt in sämtlichen Kapiteln wiederholt wird, so dass es beim wiederholten Lesen nervt. Hmmm… merkwürdig. Es ist selbstredend, dass der Autor besagten Artikels sich nicht die Mühe gemacht hat, diese angeblichen Wiederholungen hervorzuheben. Dadurch hätte er sein Argument untermauern können, versäumte es aber.

Dann schrieb der Kritiker (Alexander Fuchs) noch:

So wird zum Beispiel das Gesetz des Überflusses durch die Visualisierung des gewünschten Gegenstandes aktiviert und das Universum erfüllt jedem Menschen, was er sich eben vorstellt. Solche und noch viele andere Thesen vom gleichen Schlag, lassen manchmal an der Seriosität des Buchs zweifeln.

Ersteres ist absolut richtig, denn Visualisierung formt Dinge aus dem (noch) unsichtbaren Bereich. Natürlich nicht allein die Visualisierung, aber die führt über die Konzentration dazu, dass man prägend auf sein Unterbewusstsein einwirkt. Dieses ist ja bekanntlich der Ort der Manifestation und nicht das Gehirn. Ohne ein Vorstellungsvermögen kommt aber garantiert gar nichts Neues zu einem – soviel steht fest.

Zweites ist aber Stuss, denn nirgends steht, dass einem das Universum jedem Menschen das erfüllt, was er sich eben vorstellt. Aus der eigenen Unwissenheit heraus an der Seriosität eines gesamten Werkes zu zweifeln, das ist allerdings ein hartes Stück.

Das ist es ja immer wieder: Wenn Kritik geübt wird, dann doch bitte qualifiziert und nicht einfach mal was daher schreiben, um überhaupt ein paar Zeilen zu Papier zu bringen. Damit tut man sich selbst keinen Gefallen, noch weniger aber denen, die diese “Kritik” lesen und dadurch eventuell abgehalten werden, sich mit dem Master Key System zu befassen. Aber auch da habe ich keine wirkliche Sorge, denn “das MKS findet seine Leser”, wie ein Rezensent auf Amazon so schön schrieb.

Verbesserung anstatt Kritik

Zurück zum Thema: Natürlich kann das MKS verbessert werden. Aber genau da sehe ich ja auch meine Aufgabe. Daher gibt es u.a. den Ultimativen Master Key, den Studienservice und die Visuellen Master Key, aber auch das Übungsbuch und die Videos. Der Ultimative Master Key (jetzt, Juni 2014, Teil des neuen MKS Buches) sticht da besonders hervor.

Es gibt darüber hinaus auch noch etliche andere Dinge, die im Bereich bewusste Lebensgestaltung wichtig sind. Dazu gehören u.a. Nahrung, Atmung, Bewegung. Diese wurden im Master Key System auch nicht wirklich behandelt. Haanel hat sich das sicherlich auch gar nicht auf die Fahne geschrieben, aber eins ist sicher: wer sich mit dem Master Key System eingehend und eindringlich befasst, hat so viel zu tun, hat so vieles an neuen Informationen aufgenommen – u.a. auch das, was nicht sofort offensichtlich ist – dass es Jahre in Anspruch nimmt, das alles zu verstehen, zu verinnerlichen und im täglichen Leben anzuwenden.

Ja, das ist nun mal so, vor allem, wenn man noch frisch am Start ist. Da fällt einem mit der Zeit erst einmal auf, in welchen Bereichen des Lebens man schludrig mit sich und seinen Gedanken umgegangen ist. Dass sich das nicht über Nacht auflöst, das ist selbstredend. Aber genau diejenigen, die sich von der etwas kopflastigen Ausrichtung des Master Key Systems nicht abschrecken lassen, werden am Ende am reichhaltigsten belohnt. Es stellen sich so viele neue Erkenntnisse ein, dass es schon fast überwältigend ist. Diese führen dann zu neuen Handlungen, und daraus entsteht dann ein neues Leben.

Wissen macht erhaben

Wer wirklich in diese Materie eintaucht, dem sinnt es auch nicht mehr danach, das Master Key System zu kritisieren, weil er sich durch das Studium eben darüber erhoben hat. Was ihm daran nicht gefällt oder fehlt, das holt er sich eben woanders – ist doch kein Problem. Ich gehe doch auch nur für die Brötchen zum Bäcker, aber nicht für die Autoreparatur. Da bedarf es gar nicht der Kritik, weil diese einen ja auch nicht weiterbringt, sondern nur das Finden einer entsprechenden Lösung. Verstehst du? Klar, Kritik soll verändern und verbessern, das tut sie aber nur, wenn wirkliche Verbesserungsvorschläge unterbreitet werden. Etwas zu sagen ist einfach, aber konstruktiv zu sein und somit das Leben voranzubringen und zu verbessern, das ist eine ganz andere Sache.

Der einfache Geist wird Vieles am Master Key System und auch am Autor selbst zu monieren finden. Ja und? Das besagt so viel, wie die “Wilden auf den Kannibalischen Inseln, die auch an etwas glauben. Das aber an sich besagt gar nichts”, um es mal in den Worten Haanels auszudrücken. Es ist doch gerade die Größe, nach der viele Menschen sinnen, die scheinbare Unstimmigkeiten richtig einschätzen und somit ein gesamtes Werk nicht deswegen abqualifiziert würde, nur weil es nicht in allen Belangen perfekt ist.

Der erhabenere Geist wird natürlich auch Dinge finden, die oberflächlicher Natur sind oder gar irgendwo fehlen. Er sieht aber wie erwähnt keinen Sinn in der Kritik, sondern ausschließlich Sinn in der Lösungssuche. Beides hat entsprechende Auswirkungen, d.h. Konsequenzen. Das dürfen wir uns alle in jeder Situation des Tages zu Herzen nehmen, auch wenn es zu Beginn schwerfällt.

Freimaurer- und Rosenkreuzer-Hasser aufgepasst!

Ja, Haanel war Rosenkreuzer und hochrangiger Freimaurer. Wer unter einer Illuminaten-Phobie leidet, der bekommt dabei ja gleich die Krätze. 😉 Das Problem ist natürlich jenes, dass er sich dadurch überaus wichtigen Informationen fernhält, die sein Leben positiv beeinflussen würden – Klappe zu, Affe tot. Das erkennen jedoch diejenigen nicht, die sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen. Interessant hier: Da hat sich das System einen eigenen Sicherheitsmechanismus geschaffen, der die außen vor lässt, die nicht die Reife haben, in dieses tiefe Wissen einzutreten und entsprechend respektvoll mit ihm umgehen können.

Wem das Master Key System zu trocken oder zu theoretisch erscheint, der hat noch nicht begriffen, dass die Feuchtigkeit (Achtung, GEIL! 😉 ) und Praxisbezogenheit eben in den Übungen liegt. Diese verleihen einem ja neue Fähigkeiten. Und gerade die geben einem überhaupt erst die Möglichkeit, das eigene Leben in eine ganz andere Richtung zu lenken als bisher. Warum? Weil die vom zuvor genannten Autor monierte Vorstellungskraft eben dazu führt, dass man sich ganz andere und neue Dinge vor-stellen kann – und auch tut. Das führt dann zu neuen Ideen, und dadurch tut sich der Weg zur Verwirklichung auf.

Nicht für jeden, aber für die Richtigen!

Heute, 2012, würde ich das Master Key System auch anders schreiben. Vielleicht sollte ich das mal tun, denn all das, was mir dazu bisher an Versuchen untergekommen ist, war für mich schlichtweg unterwältigend. 🙂 (Juni 2014 Update: das habe ich mit dem Buch “Alles. Einfach. Jetzt.” in gewisser Hinsicht getan. Mehr dazu auf der Produktseite)

Ich würde wie gesagt noch klarer hervorheben, was es mit der Wahrheit auf sich hat. Ich würde auch die Hermetik gesondert hervorheben, bevor ich dann in die Tiefe gehe und die schöpferischen Vorgänge erkläre.

Vielleicht war es aber auch so, dass Charles Haanel damals eine ganz andere Zielgruppe hatte. Heute ist der Mensch ja so getaktet, dass es alles schnell schnell gehen muss. Da bleibt keine Zeit für Tiefe. Das war damals noch anders. Es gab wohl auch weniger vom Leben gefrustete Menschen, die meinten, dass ihre Jahrzehnte lang erworbene und gehegte Geisteshaltung schwuppsdiwupps verschwindet und ihnen auf einmal gebratene (Veggie-)Tauben in den Mund fliegen.

Klar, das Master Key System ist nicht für jeden da. Manche mögen es eher einfach und flach – vor allem zu Beginn, wenn man noch nicht verstanden hat, was es bedarf, um das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Da freut man sich über Wünsche, die man einfach los lässt. Da ist man happy mit einfachen geistigen Umorientierungen. Da ist man zufrieden, wenn man auf Facebook irgendwelche Zitate veröffentlichen kann, die irgendjemand mal von sich gegeben hat. All dessen ist sich der erhabene Geist aber überdrüssig, denn er schaut tiefer in die Materie, zieht sich zurück in die Stille, um dort mit Disziplin und Beharrlichkeit zu forschen und somit der Natur – und somit sich selbst – noch die letzten Geheimnisse zu entreißen, wie Charles Haanel es im Master Key System schrieb.

“Das Leben verteilt die schönsten Preise an die Denker” war auch ein Satz von ihm. Davon gibt es im Buch unzählige, und wenn man sich dieser einmal angenommen und mit dem Geist ein wenig darauf verweilt hat, dann erkennt man, was für ein Genie Charles Haanel war und was für ein Wunderwerk er der Nachwelt mit dem Master Key System hinterlassen hat.

Ein wahrer Kritiker des Master Key Systems ist letztendlich nur dann einer, wenn er die Schönheit und Genialität dieses Werkes erkannt hat und sein Leben davon auch bereits in großem Maße beeinflusst wurde. Dieser Kritiker ist aber wie gesagt an Erbaulichem interessiert und nicht lediglich am Herausschleudern eines oberflächlichen Kritikansatzes, der näherer Betrachtung wenig Stand hält.

Comments
  • Eddie Kraus

    Ich heiße Eddie und bin ein glücklicher Masterkey-Neuling. Ich würde die Kritik mit einem frischen Hühnerei vergleichen das mit dem Anspruch eines ökologischen umweltbewussten Bauern ins Leben gerufen wurde bw. sich in Materie manifestiert hat.Biologisch gesund von glücklichen Hühnern. Wer dieses Ei also täglich geniessen möchte- braucht zunächst mal einen Hühnerstall , ausreichenden Auslauf, gutes Futter, einen schönen Misthaufen und einen ausbruchsicheren Zaun. Denn sonst laufen die Hühner sonstwohin, werden plattgefahren und dann gibt’s kein Ei. Sollte man aber keinen Bock haben sich über gesunde Haltung, das bauen eines artgerechten Hühnergeheges, gesundes Futter, ausreichend Platz usw. auch nur ansatzweise Gedanken zu machen- hat man aus meiner Sicht auch keinen Anspruch auf ein gesundes Ei solange man sich aus welchen Gründen auch immer gedanklich nicht umstellen möchte. Wie gesagt – das war jetzt nur eine kleine Eiergeschichte. Ich habe diese im Zusammenhang mit dem Masterkey erzählt weil nach meinem persönlichen Eindruck positive Inhalte gar nicht oft genug wiederholt werden können damit sie sich im Unterbewusstsein auch setzen können. Wie gesagt – ich bin erst am Anfang des Studiums und werde von Zeit zu Zeit im Zuge der vielen neuen Eindrücke gerne nochmal ein schriftliches Ei legen.

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