• am 4. März 2013 um 11:38 am #49829

    Hallo Forum,
    in pt.24 steht: Erfolgreiche Menschen… halten stets den nächsten Schritt in ihrem Bewusstsein, dessen Ideal sie anstreben.
    Als Beispiel wurde auch öfters genannt, bei jedem Schritt sich zu überlegen, ob mich dies meinem Ideal näher bringt oder nicht. Beispiel: ich habe Lust mich in die Sonne zu legen. Für mein Ideal ist es notwendig, heute noch ABC zu erledigen. Ist es also meinem Ideal dienlich mich in die Sonne zu legen? Nein!

    Wie macht ihr dies aber bei Tätigkeiten, wo ihr nicht wisst, was “mehr” dienlich ist?
    Beispiel: Mein Ideal ist heute noch Umsatz zu machen. Ich könnte Kaltakquise machen, vorhandene Kunden anrufen, auf eine Messe gehen und Kontakte knüpfen.

    Mal unabhängig von Visualisieren etc… Nach welchen Kriterien wählt ihr euren nächsten Schritt, wenn sich mehrere Optionen anbieten und noch kein klares Gefühl vorhanden ist?

    Gruß
    Heribert

    HypNEO
    am 4. März 2013 um 6:15 pm #62569

    Hallo Heribert,

    Wie macht ihr dies aber bei Tätigkeiten, wo ihr nicht wisst, was “mehr” dienlich ist?
    Beispiel: Mein Ideal ist heute noch Umsatz zu machen. Ich könnte Kaltakquise machen, vorhandene Kunden anrufen, auf eine Messe gehen und Kontakte knüpfen.

    Mal unabhängig von Visualisieren etc… Nach welchen Kriterien wählt ihr euren nächsten Schritt, wenn sich mehrere Optionen anbieten und noch kein klares Gefühl vorhanden ist?

    Die Frage stellt sich gar nicht mehr, wenn du die Betrachtungsebene höher schraubst. Lass deinen mentalen Fokus auf dem “was” (was will ich erschaffen) ruhen und nicht auf dem “wie” (wie muss ich vorgehen), d.h. auf deinem Ideal. In deinem Beispiel ist das “Umsatz erhöhen”. Setz dir hier ein konkretes, messbares Ergebnis – eine feste Zahl. Und dann konzentriere deine Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass du es in der mentalen, inneren Welt schon hast.

    Alles andere, die ganzen Fragen der Gattung “Soll ich X machen oder lieber Y?”, sind irrelevant. Du tust dir den größtmöglichen Gefallen, wenn du dieser Auswahl keine besondere Betrachtung schenkst. Dazu ist es hilfreich, sich zuerst von der Überzeugung zu lösen, es gäbe in jeder Situation den richtigen Weg und deine Aufgabe bestünde darin, diesen stets ausfindig zu machen. So funktioniert die Welt aber nicht. Viele Wege führen nach Rom. Es ist lediglich erforderlich, keinen Weg einzuschlagen, der definitiv in die entgegengesetzte Richtung führt.

    Es ist daher völlig ausreichend, wenn du von allen Möglichkeiten, die sich dir offenbaren, alle diejenigen meidest, von denen du innerlich überzeugt bist, dass sie dich von deinem Ideal entfernen. Alle anderen sind willkommen. Wenn du unsicher bist: Geh einen Moment in die Stille, wenige Sekunden reichen aus. Visualisiere dein Ziel, frage deine innere Intelligenz, welche Entscheidung hilfreich ist und lausche auf deine Intuition. Was immer sie dir als erstes präsentiert, folge ihr in dem Bewusstsein und der inneren Überzeugtheit, dass diese Handlung dich deinem Ziel näherbringen wird, auch wenn du zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen kannst, wie das bitteschön vonstatten gehen sollte. Siehe hierzu auch nochmal Abschnitt 8.25. Sei aber darauf vorbereitet, dass der Verstand die Intuition gleich im Anschluss mit “logischen Argumenten” mundtot machen will. Höre nicht auf ihn! Das Herz, das eins ist mit der allumfassenden Intelligenz, weiß den Weg; die Aufgabe des Kopfes liegt nicht in der Wahl des Weg, sondern in der optimalen Durchführung der damit verbundenen Handlung.

    Bedenke jedoch stets folgendes: Abschnitt 8.18 sagt überdeutlich, dass das Gesetz der Anziehung dir alles bringt, was in Übereinstimmung mit deinen tiefsten Überzeugungen ist. Das bedeutet auch, dass alles, wovon DU überzeugt bist, dass es schädlich ist, schädlich ist – für dich. Für andere mag es neutral oder sogar zielführend sein, aber für dich wird es schädlich sein. Und es gilt auch andersherum: Wenn du einen Weg beschreitest, der anderen Menschen Erfolg gebracht hat, von dem du aber absolut nicht überzeugt bist, dann wird er bei dir auch keine nennenswerten Früchte tragen. Wo es bei anderen immer super lief, wird sich dir ein Hindernis nach dem anderen in den Weg stellen.

    Wenn du das nicht möchtest, ändere deine diesbezügliche innere Einstellung. Meditiere darüber, wie es doch sein könnte, dass X sich als nicht schädlich, sondern als (z.B.) hilfreich entpuppt. Und formuliere jedesmal, wenn dein Verstand gewohnheitsmäßig zu dieser Situation “schädlich” urteilt, den entsprechenden Gegenvorschlag gemäß Kapitel 2 – bis der Glaubenssatz gewichen ist und du vollständig davon überzeugt bist, dass X auch hilfreich sein kann. In der Zwischenzeit, bis es soweit ist, darfst du X selbstverständlich auch angehen, aber bitteschön mit zwei Aspekten im Bewusstsein:
    1. X kann auch hilfreich sein
    2. Wenn X sich in dieser konkreten Situation wieder mal als schädlich herausstellt, dann ist das völlig okay. Es hätte ja auch klappen können (d.h. kalkulier den Misserfolg gedanklich mit ein, richte deine Absicht aber vollkommen auf das Gelingen, nicht auf das Misslingen).

    Gruß,
    HypNEO

    am 4. März 2013 um 8:38 pm #62570

    Hallo lieber Heribert,

    HypNEO hat es bereits wunderbar beantwortet. Lass mich noch ergänzen, dass innere Harmonie Grundvoraussetzung für alles ist was Du angehst. Sie ist die Basis und geht gerade bei so “ernsten” Themen wie Geld verdienen schnell verloren (vielleicht nichts bei Dir, aber bei vielen Menschen).

    Hilfreich ist hier mal darüber nach zu denken was Du mit Deinem Ziel eigentlich willst. Hinter jedem Ziel steckt der Wunsch nach guten Gefühlen. Die kleinen Glückshormone im Blut, dass ist das was uns steuert und antreibt. Frage Dich was Dein Endziel wirklich ist.  Gefühle von Sicherheit, Freiheit, Wertschätzung, Anerkennung usw.? 

    Sorge dafür, dass Du das jetzt schon spüren kannst und nicht nur 10 Minuten am Tag, sondern lange genug um es zu Deiner Grundstimmung zu machen (Siehe Kapitel 8 Abs. 19). Zur positiven inneren Grundhaltung gehören starke, harmonische Gedanken und diese zeigen sich durch starke harmonische Gefühle im Körper an. Ist das erfolgt kommen starke innere Impulse und Ideen, die Du mit einer Selbstsicherheit angehen wirst, die keine Zweifel kennt.

    Aus dieser inneren Sicherheit und Zufriedenheit heraus wirst Du zum Magneten für all das was dann bereits in Deinem Inneren vorhanden ist – dann muss es sich nur noch entfalten. So gesehen kann in die Sonne legen durchaus der richtige Schritt sein 😉

    Viel Spaß damit.

    Herzliche Grüße

    Bettina

    am 5. März 2013 um 9:34 am #62571

    Hallo Bettina, Hallo HypNEO,

    danke für eure inspirierenden Antworten.
    “Zufällig” (ha, ha, ha…) ist mir gestern Abend ein Film von Wayne Dyer in die Hände gekommen. Eine der Aussagen aus dem Film passt wunderbar zu dem, was ihr schreibt. VERTRAUE! Ob ich es innere Harmonie (Bettina) oder tiefste, innere Überzeugung (HypNEO) nenne, es ist Vertrauen. Vertrauen in mich, meinen Weg, meine Überzeugung, die göttlichen Prinzipien.

    Wenn ich vertraue und mich davon leiten lasse, wird sich das Richtige ergeben.

    Einen schönen Tag euch noch

    Heribert

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