Lernfortschritt

Kapitel 7 von 24
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Die Macht der Vorstellungskraft

Helmar’s Kommentar

Die Macht der Vorstellungskraft, gewöhnlich auch ‚Phantasie‘ genannt, ist das Bindeglied zwischen Dir und dem Unendlichen. Über sie zapfst Du das Feinstoffliche an – das Göttliche – und holst Dir Dinge vor Dein geistiges Auge, die dann Wirklichkeit werden, wenn Du ihnen die entsprechende Energie zukommen läßt. Dann bist Du zu einem bewußten Kanal geworden, durch den sich das Universelle ausdrückt – dann bist Du im Einklang mit der Schöpfung.

Über dieses Kapitel

Über Deine Aufmerksamkeit und Konzentration schaffst Du Dir überschwengliche, großartige, harmonische und liebevolle Bilder. Diese entstammen dem Geist – Gott, dem leitenden Prinzip, dem Universellen Bewußtsein – und treten bei Dir erstmals in Form von Licht auf. Licht ist in Bezug auf das Bewußtsein schon sehr viel niederfrequenter und dichter und der Verwirklichung schon sehr viel näher. Über die nächsten Wochen lernst Du, wie dieses Feinstoffliche vergrobstofflicht werden kann, nämlich durch eine harmonische Sprache und dann – ganz wichtig – durch die Deiner Geisteshaltung entsprechenden Handlungen.

Wichtig zu wissen ist, daß dieser Ablauf systematisch ist. Systematisch heißt, daß es eine sich immer auf dieselbe Art wiederholende Abfolge gibt, die in sich schlüssig ist. Aufgrund dessen bedarf es auch eines geringeren Energieaufwands, um etwas zu erreichen. Die Schritte sehen wie folgt aus:

1. Idealisierung

2. Visualisierung

3. Sprechen

4. Fühlen

5. Handeln

x. Glauben

x. Vertrauen

x. Wissen

Die ersten beiden Schritte machen auf Anhieb Sinn. Erst brauchst Du ein Ideal – ein Ziel, das es zu erreichen gilt. Dieses Ideal ist grob umrissen und heißt z.B. ‚ICH BIN gesund‘. Die Visualisierung versieht es dann mit weiteren Details. Das Reinfühlen erwirkt in Deinem Körper die entsprechenden biochemischen Reaktionen in Form von hormonellen Ausschüttungen, und das – nun ja – das ist Dein Leben, Deine Realität. Mit dem Gefühl kommt der verbale Ausdruck, und Menschen werden Dich fragen, warum Du so gut drauf bist und Dich so verändert hast. Wenn Du dann darüber sprichst, geht das fast automatisch ins Tun über, auch wenn bis dahin einiges an Zeit vergehen kann – aber nicht muß. Vor allem wenn Du große Ziele erreichen willst, geht das nicht ohne Hilfe anderer, und um diese zur Mitwirkung oder Mithilfe zu bekommen, mußt Du Dich klar und deutlich ausdrücken. Somit wird eine effektive Kommunikation unabdingbar.

Den Glauben mußt Du haben, weil das Gefühl selber ja noch nicht zur Materialisierung führt. Wenn Du glaubst, daß es Dir bereits gegeben wurde, und das Vertrauen besitzt, daß all das auch funktioniert, kann es letztendlich zum Wissen kommen. Wenn es sich nämlich verwirklicht hat, dann mußt Du nicht mehr daran glauben, sondern dann weißt Du es. Das Schöne daran ist, daß Du nicht vom Glauben abfällst, sondern ihn Dir konsequent zunutze machst, um wieder eine Sache aus dem Feinstofflichen ins Grobstoffliche zu holen, wieder etwas zu verwirklichen und auch diesbezüglich wieder zum Wissen zu kommen.

Nochmal in Kürze: Zuerst schaffst Du Dir das Ideal. Dieses ist unanfechtbar, weil es nur mit Dir und nichts mit anderen zu tun hat. Es ist die großartigste Version dessen, was Du Dir vorstellen kannst. Nimm dir entsprechend Zeit für das Erschaffen dieser Bilder.

Dann kommt die Visualisierung. Hier versiehst Du das Ideal mit Details, malst es so genau wie möglich aus. All das passiert im Geiste mittels Deiner Gedanken, Deiner Aufmerksamkeit und Konzentration.

Nun, da das Bild existiert und voller Details ist, gibst Du ihm Gefühl. Charles Haanel sagt, daß Gedanken ohne Gefühle kalt sind. Deshalb müssen wir uns in dieses Bild – diese Idealsituation – hineinversetzen und in all seinen Varianten und Kombinationen vor unserem geistigenAuge erschaffen und uns so fühlen als wäre es schon Wirklichkeit. Der Schlüssel dazu liegt bekanntlicherweise in der Freude, die diese Bilder in Dir erzeugen.

Daraus ergibt sich ein Vertrauen, denn wenn Du es bereits gefühlt hast, besteht es ja – es hat Wirklichkeit. Obwohl es noch im geistigen, hochfrequenten Bereich existiert, besteht nun kein Zweifel mehr an der Verwirklichung. Somit entwickelst Du den Glauben, daß es uns bereits gegeben wurde, und DIESER wird sich dann als Endresultat zeigen, WENN Du ihn zur Gewohnheit machst, WENN Du ihn dem Unterbewußtsein aufprägst und so dazu wirst. Dann wirkt das Gesetz der Anziehung, DANN wird das Wort Fleisch. Dann mußt Du nicht mehr glauben, dann WEISST Du!

Ist es nicht schön zu sehen, wie sich die Entwicklung Deiner Phantasie / Vorstellungskraft so systematisch und jederzeit wiederholbar auf Dein Leben auswirkt? Wenn Du den Mechanismus gefunden hast, das Große Ganze anzuzapfen, dann gibt es wirklich kein Zurück mehr, denn dann entwickelst Du ein Vertrauen, eine Zuversicht und einen Tatendrang, die Dich voranschreiten und Wunder vollbringen lassen.

Teil 7 ist die logische Fortführung dessen, was Du in Teil 1-6 gelernt hast. Da Du nun weißt, wie der Mechanismus funktioniert, wende ihn gleich an. Es bedarf aber Übung und noch mehr Übung – diese schafft Gewohnheiten und verändert das Unterbewußtsein.

Inhalt: Kapitel 7

Durch alle Zeitalter hindurch hat der Mensch an eine unsichtbare Macht geglaubt, durch die alle Dinge erschaffen wurden und kontinuierlich wiedererschaffen werden.

Wir können dieser Macht ein menschliches Antlitz geben und sie „Gott“ nennen oder sie als alles-durchdringende Essenz oder Geist ansehen, aber die Wirkung ist in jedem Fall dieselbe.

Was das Individuum anbelangt, stellen das Objektive, das Körperliche und das Sichtbare das Persönliche dar, das über die Sinne wahrgenommen werden kann. Es besteht aus Körper, Gehirn und Nerven. Das Subjektive ist das Geistige, das Unsichtbare, das Unpersönliche.

Das Persönliche ist bewußt, weil es eine persönliche Einheit ist. Das Unpersönliche, gleich in Art und Qualität wie jedes andere Lebewesen, ist sich selbst nicht bewußt und wird somit das Unterbewußte genannt.

Das Persönliche, oder Bewußte, hat die Kraft des Willens und der Wahl und kann somit aus den verfügbaren Methoden auswählen, um dadurch zu einer Lösung von Problemen zu kommen.

Das Unpersönliche, oder das Geistige, welches ein Teil oder Eins mit der Quelle und dem Ursprung aller Macht ist, kann solch eine Wahl zwar nicht treffen, aber dem entgegengesetzt stehen ihm unendliche Ressourcen zur Verfügung. Es führt Ergebnisse durch Methoden herbei, von denen das menschliche oder individuelle Bewußtsein keinerlei Vorstellung hat.

Du wirst somit sehen, daß es Dein Privileg ist, vom menschlichen Willen mit all seinen Beschränkungen und Mißverständnissen abhängig zu sein, oder Du kannst die Möglichkeiten des Unendlichen nutzen, indem Du Gebrauch vom Unterbewußtsein machst. Hier also ist die wissenschaftliche Erklärung der wundervollen Kraft, die Deiner Kontrolle untersteht, wenn Du sie denn verstehst, wertschätzt und anerkennst.

Eine Methode, diese allmächtige Kraft zu nutzen, ist in Teil Sieben umrissen.

Die Macht der Vorstellungskraft

Über die Übung

Die Übung dieser Woche dreht sich um das geistige Verändern eines Bildes, einer Situation, die tatsächlich stattgefunden hat. Das heißt, daß Du hier erstmals bewußt schöpferisch tätig wirst, indem Du Dir die Person anders vorstellst als sie beim letzten Mal war. Du siehst sie reagieren, lachen oder sich irgendwie äußern. Das ist besonders wichtig, denn diese Änderung im Verhalten der Person zeigt Dir, daß Du schöpferische Fähigkeiten hast und durch Deine Vorstellungskraft etwas in der Qualität verändern kannst. Selbiges willst Du ja auch in Deinem Leben schaffen, und da hilft Dir diese Übung, es erst mal mit einem Freund zu versuchen. Das Prinzip ist aber dasselbe, denn es gilt die negativen Denk- und Verhaltensweisen gegen positive auszutauschen und diese zur Gewohnheit zu machen.

Bezüglich der Entwicklung der Phantasie und Vorstellungskraft gibt es keinerlei Grenzen. Verbringe entsprechend Zeit mit diesem Thema, denn aus der Großartigkeit Deiner Gedanken entsteht Deine großartige Zukunft!

Fragen & Antworten

  1. Was ist Visualisierung?
    Der Vorgang, geistige Bilder zu erstellen.
  2. Was ist das Ergebnis dieser Denkmethode?
    Indem wir das Bild in unserem Bewußtsein halten, können wir die Sache stufenweise aber sicher näher an uns heranbringen. Wir können sein, was wir sein wollen.
  3. Was ist Idealisierung?
    Es ist der Vorgang der Visualisierung oder Idealisierung der Pläne, die sich letztendlich in unserer physischen Welt verwirklichen.
  4. Warum sind Klarheit und Genauigkeit notwendig?
    Weil „Sehen“ Dein „Fühlen“ und Dein „Fühlen“ Dein „SEIN“ erschafft. Erst das Mentale, dann das Emotionale, dann die unendlichen Möglichkeiten des Erlangens.
  5. Wie werden sie erlangt?
    Jede wiederholte Aktion zeichnet das Bild genauer als zuvor.
  6. Wie wird das Material für die Konstruktion des mentalen Bildes gesichert?
    Mithilfe Millionen geistige Arbeiter. Sie werden Gehirnzellen genannt.
  7. Wie werden die notwendigen Bedingungen gesichert, Deine Ideale in der objektiven Welt zu verwirklichen?
    Durch das Gesetz der Anziehung. Das natürliche Gesetz, durch das alle Umstände und Erfahrungen herbeigeführt werden.
  8. Welche drei Schritte sind notwendig, dieses Gesetz in die Tat umzusetzen?
    Ernsthaftes Wünschen, zuversichtliche Erwartung und dauerhafte Nachfrage.
  9. Warum schlagen so viele fehl?
    Weil sie sich auf Verlust, Krankheit und Unheil konzentrieren. Das Gesetz wird perfekt ausgeführt; die Dinge, vor denen sie Angst haben, werden für sie wahr.
  10. Was ist die Alternative?
    Konzentriere Dich auf die Ideale, von denen Du Dir wünschst, daß sie sich in Deinem Leben verwirklichen.
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